BESITZ EINER IMMOBILIE


  1. Einkommensteuer

a) bei Eigennutzung

Nicht-residente Eigentümer einer Immobilie müssen jährlich eine Einkommensteuererklärung bei Eigennutzung der Liegenschaft abzugeben. Denn im Rahmen der Einkommensteuer (Ley del Impuesto sobre la renta de personas fisicas) wird auch diejenige selbstgenutzte Immobilie besteuert, die nicht als erster Wohnsitz dient.

Die Eigennutzung wird steuerlich als fiktive Mieteinnahme bewertet und mit 19 % auf 1,1 % des Katasterwertes versteuert.

Es wird ein fiktiver Nutzungswert von 1,1 % des Katasterwertes zugrunde gelegt.

Beispiel:

Immobilie Katasterwert 100.000 €

Bei 1,1 % Katasterwert = 1.100 € fiktiver Nutzungswert

Diese 1.100 € werden mit 19 % versteuert, also beträgt die jährliche Einkommensteuer 209 €.


b) bei Vermietung

Residenten: Alle Kosten für die Erwirtschaftung der Mieteinnahmen, sowie steuerliche Abschreibungen (AfA) auf die Liegenschaft können steuerlich geltend gemacht werden.

Nicht-Residenten: Laufende Kosten und Kreditzinsen können steuermindernd geltend gemacht werden. 


  1. Vermögensteuer (Impuesto sobre el Patrimonio)

Ab 2011 wieder eingeführt!   Freibetrag für alle: 700.000 € pro Eigentümer

Ab     700.000,01 €   – 0,9 % 

Ab   1.336.999,51 € – 1,3 %

Ab   2.673.999,01 € – 1,7 %

Ab   5.347.998,03 € – 2,1 %

Ab 10.695.996,06 € – 2,5 %

Wurde die spanische Immobilie mit einem Hypothekendarlehen erworben, so ist die Belastung bei Berechnung der Bemessungsgrundlage in Abzug zu bringen. Das gilt auch bei der Erbschaftssteuer in Spanien.


  1. Grundsteuer (Impuesto sobre Bienes Inmuebles)

Die gemeindliche Grundsteuer, welche auch I.B.I. genannt und auf der Grundlage des Katasterwertes berechnet wird, ist jährlich bei der Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) zu zahlen. Auf dem IBI-Steuerbescheid erscheint auch der von der Gemeinde festgelegte Katasterwert der Immobilie.

Der Steuersatz kann innerhalb eines gesetzlichen Rahmens von der Gemeinde bestimmt werden.

Steuersätze zwischen 0,4 und 1,1 % variieren bei erschlossenen Grundstücken.

Revision der Katasterwerte alle 10 Jahre.


Abschließend:

Jeder Steuerzahler ist zur Abgabe der Steuererklärung innerhalb der jeweiligen Frist selbst verantwortlich und wird NICHT dazu aufgefordert!

Fristversäumnisse werden mit 20 % Strafe auf den Steuerbetrag zzgl. Verzugszinsen belegt!